Posts Tagged ‘Economics’

Ich will mich zu den Debatten um die Angemessenheit des Urheberrechts noch nicht endgültig positionieren. Beide Seiten haben widersprüchliche Behauptungen, und wer recht hat, hat recht. Wer aber Unsinn schreibt, sollte das besser lassen. Reinhard Müller in der FAZ zum Beispiel. Wer sich bei den Grundlagen irrt, kann nicht ernst genommen werden. Und “Geistiges Eigentum nicht unbegründeter als Sacheigentum” ist ein Irrtum bei den Grundlagen. Der Sinn von Eigentum im klassischem Sinn (d.h. “Sacheigentum”) ist zweierlei:

  1. Entscheiden, wer etwas mit einer Ressource machen darf. Man kann mit einem Auto nicht gleichzeitig zu zwei verschiedenen Orten fahren. Eigentum am Auto ist ein Mechanismus, die Verwendung dieser Ressource im Zweifelsfall zu bestimmen. (Zentrale Anordnung wäre ein alternativer Mechanismus.)
  2. Eigentum zusammen mit Handeln am Markt bietet einen Anreiz, mehr von den Gütern die wir alle wollen herzustellen. Jemand baut ein Auto, es gehört ihm, aber er würde es gerne gegen etwas von mir gebautes tauschen. Das sorgt dafür, daß er mehr Autos baut als er für sich selbst braucht — was gut ist, schließlich bin ich viel schlechter im Auto-Bauen. Das gleiche gilt für Bücher, Musik und Filme, und überhaupt Kunst aller Art. Bei letzterem gibt es allerdings auch einen starken Schreibdrang-Effekt (“ich würde auch schreiben, wenn ich dafür bezahlen müßte”). Teilweise gibt es das auch bei Software.

Für geistiges Eigentum gilt Nr. 2 so sehr wie für Sacheigentum. Nr. 1 ist für geistiges Eigentum geradezu pervers. (Wenn ich mich richtig erinnere, steht das auch so bei David Friedman.) Die ganze Frage ist nun, ob Nr. 2 allein als Grund für ein mit Gewalt durchgesetztes Recht reicht oder nicht. Das entscheidet sich daran, was die gewünschte Menge an Kunst ist und wie stark der Schreibdrang-Effekt ist — und es ist eine rein ökonomische Frage, Moral spielt da keine Rolle. “Die armen Schriftsteller” ist eben gut wie “die armen Postkutscher”: Eine verständliche Gefühlsregung, aber kein Argument für Unterdrückung (vulgo “staatliche Regelungen”).

Ebenfalls allergisch reagiere ich auf Argumente wie “ihr kämpft für Google, und dieser Monopolist ist schon groß genug”. Nicht nur ist Google kein Monopolist und sollte durchaus noch wachsen: auch wenn das Gegenteil war wäre, ist das kein Argument. Schade, daß selbst Sven Regener das anbringt. Ansonsten finde ich Regener’s “Wutrede” erfrischend und einen guten Beitrag zur Debatte, der das Problem illustriert. Ich kann ihm weitgehend folgen, bin mir aber unsicher, ob das staatliche Unterdrückung rechtfertigt. (Schade ist aber, daß die FAZ ihn zu “Regner” macht.)

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German magazine Focus has a story about how “peak oil” doesn’t seem to be happening and U.S. oil production could overtake Saudi Arabia’s and Russia’s this decade. Here’s an English link about that and here’s what seems to be the source: An article by Citigroup.

There’s some great economist who predicted that “every trend in material human welfare has been improving–and promises to continue to do so, indefinitely”. (Actually, already Herman Kahn knew that “energy costs as a whole are very likely to continue the historical downward trend indefinitely … Except for temporary fluctuations caused by bad luck or poor management, the world need not worry about energy shortages or costs in the future”.)

Time will continue to prove them right.

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Marriage Contracts

Roissy writes about marriage contracts in Mexico, which would expire after 2 years. We’ve had similar suggestions in Germany, but only by fringe politicians. For moral reasons, I would never leave my wife, nor would she leave me. However, most people don’t share my moral convictions, as can be seen everywhere. Since I don’t want to force people to adhere to my moral standards, I do think a complete withdrawal of marriage law is a good idea. Let people come up with their own contracts, enforceable by courts like any other contract. (And for a change, actually make contracts enforceable.) Like every other thing, wedding ceremonies are better done privately (in your Church, Synagogue, Demon summon circle) than by the state.

In Germany by the way, it is not that easy to tell the marriage bureaucrats from the Standesamt to not make any show: You’ll have to insist on that. But should you ever decide to marry (for tax reasons, say), you’d be wise to make yourself clear on that point.

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Die FAZ hat ein Interview mit Rudolf Mellinghoff, Präsident des Bundesfinanzhofs. Wer Ohren hat, zu hören, weiß, daß das deutsche Steuerrecht kein Recht als solches mehr ist. Scheinbar wollen es aber die wenigsten hören.

Die liberale Alternative: Flat Tax mit Freibetrag und negativer Einkommenssteuer, d.h. die Brutto-zu-Netto-Funktion ist affin linear. Nicht so liberale Leute, z.B. so manche Mitglieder der FDP, finden diesen Vorschlag wahrscheinlich nicht so gut. Warum wohl?

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The Economist has an article describing a Charter City approach in Honduras. If we (most of all, the people of Honduras) are lucky, Paul Romer‘s idea will indeed come true and give prosperity to unknown millions of human beings.

What are Charter Cities? Bryan Caplan speaks about it better than I could, so here you go:

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